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Montag, 27. Oktober 2014

Symphysenlockerung

Hallo ihr Lieben,

ich wollte heute mal über ein "Problem " schreiben, mit dem wohl einige Schwangere zu kämpfen haben. Die eine mehr, die andere weniger. 

Die Symphyse ist der Bereich des Beckens in dem die beiden Schambeine über Bänder (sog. Ligamente) miteinander verbunden sind. Im Laufe der Schwangerschaft werden diese Bänder, durch vom Körper produzierte Hormone, etwas "aufgelockert", da sich das Becken während des Geburtsvorganges aufdehnen muss. Bei manchen Frauen werden diese Bänder sehr stark aufgelockert und es kommt zu einer vermehrten Beweglichkeit der Schambeine, was zu einem Knirschen und Reiben führen kann und eben auch zu Schmerzen. 
In meinem Fall ist es ein brennender Schmerz, der vor allem dann auftritt wenn ich den Tag viel gelaufen bin oder eine ganze Weile gestanden habe, also eine gewisse Überbelastung vorliegt. Ich habe diese Beschwerden schon recht früh in der Schwangerschaft bemerkt, damals jedoch eher selten und nicht so stark, dass sie mich eingeschränkt hätten. Seit ca. einem Monat sind diese Beschwerden jedoch bei starker Belastung wesentlich unangenehmer geworden. Letzte Woche war es an einem Abend so schlimm, dass ich kaum noch Laufen konnte und mich weder alleine ins Bett legen, geschweige denn aufstehen konnte. Sobald ich meine Beine nur ein kleine wenig auseinander gestreckt habe, war der Schmerz unerträglich. Auch das Abtasten des Bereiches des Schambeins von außen tat sehr weh. Die Nacht habe ich sehr wenig Schlaf bekommen, da schon das Umdrehen von links nach rechts extrem schmerzhaft war, zu schweigen von den nächtlichen Toilettengänge... Autsch...
Ich habe diese Beschwerden mit meiner Gynäkologin besprochen. Sie sagte mir, dass man leider nicht allzu viel machen kann, da es ein natürlicher Vorgang des Körpers sei, der bei manchen Frauen eben etwas extremer auftreten kann. Es gibt wohl spezielle Gürtel, die man zur Entlastung tragen kann. Desweiteren hat sie mir mehr Ruhe empfohlen, also nicht mehr so weite Strecken zu Fuß zurücklegen und mehr Pausen am Tag einzulegen. Beim Schlafen ein Kissen zwischen die Knie legen und vermeiden die Beine zu weit auseinander zu strecken. Auch vermehrtes Training des Beckenbodens soll hilfreich sein. 
Am Donnerstag waren die Beschwerden unerträglich ich habe mich nun die letzten Tage etwas geschont, was nicht heißt, dass ich nur im Bett gelegen oder rumgesessen habe. Ich war schon Spazieren, halt im langsamen Tempo und habe auch sonst alles normal erledigt, aber eben regelmäßig Päuschen gemacht, die Beine zwischendurch hochgelegt. Es scheint wirklich etwas gebracht zu haben, die Beschwerden klingen langsam ab. Die letzte Nacht habe ich sogar mal wieder etwas besser geschlafen ohne bei jeder kleinen Bewegung sofort vor Schmerzen wach zu werden.
Ich bin gespannt, wie sich das ganze in den letzten Wochen (5 1/2) der Schwangerschaft entwickeln wird und werde versuchen alles dafür zu tun, dass es nicht noch einmal zu einer solchen Überreizung kommen wird.

Wie geht es Euch? Hat jemand auch mit den selben Beschwerden zu kämpfen? Was sind Eure Erfahrungen und Empfehlungen zu diesem Thema?

Montag, 13. Oktober 2014

Zu viel Stress (31./32. Ssw) - Verdacht auf vorzeitige Wehen

Hallo zusammen,
ich hoffe es geht Euch gut. Ich bin nun seit Donnerstag in der 33. Schwangerschaftswoche und soweit geht es mir gut. Natürlich habe ich das eine oder andere Zipperlein, die mal mehr und mal weniger vorhanden sind, je nach Tagesform.
Vorletzte Woche habe ich meinem Mann auf Geschäftsreise nach Philadelphia begleitet. Dort wollte ich mich die drei Tage eigentlich schön im Hotel verwöhnen lassen. Das habe ich zwar auch gemacht, jeden Tag bin ich den Pool gegangen und habe etwas Sport gemacht. Allerdings habe war ich die Tage auch fleißig shoppen, einerseits Umstands- und Babymode, aber auch solche Dinge wie Windeln und andere nützliche Dinge, die in NY wesentlich teurer sind. Abends taten mir dann ordentlich die Füße und der Rücken weh. Am Mittwochabend sind wir dann wieder zurück nach New York gefahren und haben die Rückfahrt noch mit einer Einkaufstour bei Ikea kombiniert. Am Donnerstag habe ich den ganzen Tag gearbeitet. Die Kids haben mich ordentlich auf Trab gehalten und ich musste bis 21 Uhr noch Babysitten und war somit erst gegen 22 Uhr zuhause. Am nächsten Tag habe ich dann die Wohnung inklusive Fenster-putzen und Wäsche waschen auf Vordermann gebracht. Samstag haben Freunde für uns eine sogenannte Baby shower eine Party organisiert. Die Party fand bei uns in der Wohnung statt. Morgens um 8 Uhr haben wir noch ein paar letzte Dinge geräumt und unsere Freunde, die die Party organisiert haben, kamen dann schon um 10 Uhr vorbei, um die Party vorzubereiten. Insgesamt ging die Party bis nach 21 Uhr, was einerseits total schön, aber auch echt anstrengend war. Abends im Bett hatte ich extreme Symphysen-, Rücken- und Bauchschmerzen. Ich hatte Schwierigkeiten überhaupt einzuschlafen. Am nächsten Morgen waren die Beschwerden zwar besser, aber nicht weg. Sonntag hatten wir noch einige Termine und ich musste wieder einige Kilometer zu Fuß zurücklegen. Am Abend hatte ich dann wieder sehr starke Schmerzen und mein Bauch wurde mehrfach hart. Montag musste ich dann zur Arbeite und die Beschwerden waren leider immer noch da.
Als ich dann Dienstag meinen nächsten Routinekontrolltermin mein Gynäkologen hatte, sprach ich die Beschwerden an. Die Symphysenschmerzen, sowie auch der stechende Schmerz, der von Vagina bis in den Bauch ausstrahlte, seien laut Gynäkologin für den Zeitpunkt der Schwangerschaft normal. Dass mein Bauch allerdings mehrfach hart wurde (anders als bei den normalen Übungswehen) und ich beim Laufen häufig einen Druckschmerz nach unten hatte, ließen bei Ihr die Alarmglocken auf schrillen. Ich wurde sofort an einen Wehenschreiber angeschlossen und es wurde, gefühlt eine halbe Ewigkeit, ein CTG geschrieben. Dieses fiel zum Glück unauffällig aus. Im Anschluss tastete sie noch meinen Muttermund ab, dessen Befund ebenfalls normal war. Die weiteren Untersuchungen waren wie immer Gewicht, Blutdruck, Herztöne des Babys und Vermessung der Ausdehnung der Gebärmutter.
Meine Gynäkologin wies mich daraufhin, dass ich mich ab sofort etwas zurücknehmen und mehr Ruhepausen halten soll. Die von mir beschriebenen Beschwerden seien als Warnsignal zu sehen.
Da ich natürlich nichts riskieren möchte, habe ich mich die letzten Tage etwas zurückgehalten und mich an den Rat der Ärztin gehalten. Und siehe da meine Beschwerden sind wesentlich besser geworden!
Ich hoffe es geht Euch allen weiterhin gut und eure Schwangerschaft verläuft so wie es soll.